Max und das FASD

FAS(D) Vollrausch im Mutterleib

Jedes Jahr kommen in Deutschland 10000 Kinder geistig behindert zur Welt,weil Ihre Mütter während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert haben (Dunkelziffer höher).

Eine Behinderung die sich zu 100% vermeiden ließe!! 

 

Das Fetale Alkoholsyndrom (FAS), auch Alkoholembryopathie (AE) genannt, bezeichnet die vorgeburtlich entstandene Schädigung eines Kindes durch von der schwangeren Mutter aufgenommenen Alkohol.

Ist die Organbildung beim Kind zum Zeitpunkt des Alkoholkonsums bereits abgeschlossen, entstehen meist keine oder nur geringe körperliche Fehlbildungen und das Kind zeigt nur geringfügige äußere Merkmale. Eine Schädigung des zentralen Nervensystems (ZNS), mitunter einhergehend mit kognitiven und verhaltensbezogenen Störungen, kann dennoch vorliegen. Für diese in der Symptomatik abgeschwächte, aber in den Auswirkungen für das Kind dadurch nicht pauschal „leichtere“ Form des FAS wird der Ausdruck Fetale Alkoholeffekte (FAE) genutzt.

Da die Grenzen zwischen FAS und FAE fließend sind, werden alle relevanten Diagnosen unter dem Sammelbegriff Fetal Alcohol Spectrum Disorder (FASD) zusammengefasst.

 

Folgen 

Kinder mit Folgen der FAS können einen normalen IQ erreichen; aber sind oft körperlich eingeschränkt und krankheitsanfällig. Kinder mit dem Vollbild des FAS entwickeln sich körperlich durchaus weiter, zum Teil wachsen sich einige der körperlichen Unterentwicklungen aus. Fehlbildungen können mitunter operativ korrigiert werden, sodass von ihnen keine Beeinträchtigung mehr ausgeht. Im kognitiven Bereich ist das jedoch anders: Die meisten Kinder mit FAS sind lebenslang geistig behindert, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Hierbei hat auch eine optimale Förderung von Kindern, die zu Pflegeeltern kamen , keine weiteren Entwicklungserfolge gezeigt. Mentale und soziale Defizite konnten nicht beseitigt werden, die Kinder benötigen ein einfach strukturiertes, klares Umfeld, um nicht überfordert zu werden.

 

Alkoholkonsum der Schwangeren kann im Prinzip alle Organe und Organsysteme des ungeborenen Kindes schädigen, wenngleich bei typischer Ausprägung des FAS einige Körperteile besonders betroffen sind. Die Diagnose des klassischen Syndroms stützt sich bei schwer betroffenen Kindern besonders auf äußere Merkmale. Dazu zählen: Minderwuchs, Untergewicht, Kleinköpfigkeit (Mikrozephalie), mangelhafte Muskelentwicklung, typische Gesichtsveränderungen, kognitive Entwicklungsverzögerung und Verhaltensstörung(en). Die Schweregrade alkoholbedingter Schädigungen beim Kind haben ebenso wie die individuelle qualitative und quantitative Ausprägung des mütterlichen Alkoholkonsums eine große Bandbreite, die im Einzelfall betrachtet und eingeschätzt werden muss. Dass sich nicht nur mütterliche Alkoholabhängigkeit negativ auf das Kind auswirkt, sondern auch das bislang weitgehend gesellschaftlich tolerierte und teils sogar geforderte soziale Gelegenheitstrinken toxisch wirken kann, wird bislang nur wenig beachtet. Trotz der medizinisch hohen Bedeutung in Bezug auf bleibende Schädigungen beim Kind, ist die Verharmlosung von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft nach wie vor auch bei Gynäkologen verbreitet, und Kinderärzte tun sich vor allem mit der Diagnose fetaler Alkoholeffekte mitunter sehr schwer.

Nicht alle betroffenen Kinder zeigen alle Merkmale, und die Merkmale sind nicht immer in gleich starker Ausprägung vorhanden. Beim FAS zeigen sich meistens mehr und ausgeprägtere Symptome als beim FAE, wobei die individuellen Beeinträchtigungen durchaus ähnlich schwer wiegen können: Veränderungen im körperlichen Bereich können beim Kind derart unscheinbar sein, dass ein Laie keinen Unterschied zum gesunden Kind bemerkt, aber auch so ausgeprägt, dass es sofort auffällt und mitunter eine sozial stigmatisierende Wirkung haben kann („Säuferkind“). Die körperlichen Schäden können mit Störungen in der Hirnleistung (von Lernschwierigkeiten bis hin zur geistigen Behinderung) und Störung der seelischen, gefühlsbezogenen und sozialen Entwicklung einhergehen. Es kann jedoch nicht pauschal von einer Relation zwischen körperlichen Merkmalen und kognitiven Beeinträchtigungen ausgegangen werden.

Häufige Symptome der FASD sind Frühgeburten, mit nicht komplett ausgeprägten Gliedmaßen und offenem Schambereich, sowie Bildung eines dritten Lungenflügels (Prägung eines Ansatzes).

  • Körperlicher Bereich
    • Wachstumsstörungen, Minderwuchs, Untergewicht
    • Vergleichsweise kleiner Kopfumfang (Mikrozephalie), Minderentwicklung des Gehirns (Mikroenzephalie)
    • Im Profil flach wirkendes Mittelgesicht mit flacher Oberkieferregion, fliehendem Kinn (Mikrognathe) und einer kurzen, flachen Nase (Stupsnase) mit anfangs nach vorne zeigenden Nasenlöchern (Steckdosennase)
    • Schmales (Ober-)Lippenrot (fehlender Cupido-Bogen) und wenig modulierte, flache oder fehlende Mittelrinne (Philtrum) zwischen Nase und Oberlippe
    • Kleine Zähne, vergrößerter Zahnabstand
    • Besonders geformte und tief ansetzende Ohren
    • Vergleichsweise kleine Augen mit schmalen, teils herabhängenden Augenlidern (Ptosis)
    • Sichelförmige Hautfalte an den inneren Randwinkeln der Augen (Epikanthus medialis)
    • Anti-mongoloide (nach unten außen, lateral-kaudal abfallende) Lidachsen
    • Hämangiom (Blutschwämmchen)
    • Steißbeingrübchen
    • Muskelschwäche (Muskelhypotonie), Unterentwicklung der Muskulatur
    • Bindegewebsschwäche, mangelndes Unterhautfettgewebe
    • Besondere Handfurchen, flaches Handlinienrelief
  • Organischer Bereich, körperliche Fehlbildungen
  • Neurologisch-kognitiver Bereich
    • Allgemeine Entwicklungsretardierung bis zur Unselbstständigkeit
    • Konzentrationsschwäche, Lernschwäche,kognitive Behinderung
    • Schwierigkeit im Verstehen von abstrakten Dingen und logischen Zusammenhängen
    • Probleme mit der Erfassung von Begriffen wie bald, vorher, nachher, demnächst, übermorgen.
    • Probleme im mathematischen Bereich, z. B. Schätzen von Zahlen, Verständnis der Uhrzeit und Umgang mit Geldwerten
    • Krampfanfälle, Epilepsie
    • Emotionale Instabilität, Schwankungen von Ausgeglichenheit, Stimmungen und Gefühlsäußerungen
    • Häufig lang anhaltende Temperamentsausbrüche
    • Hyperaktivität
    • Hyperexzitabilität (Übererregbarkeit des zentralen Nervensystems)
    • Über- oder Untersensibilität bezogen auf oft selbst leichte Schmerz-, Temperatur-, Berührungsreize usw.
    • Unter- oder Überreaktionen auf taktile Reize
    • Vertrauensseligkeit (z. B. mit fremden Personen mitgehen)
    • Erhöhte Risikobereitschaft, Waghalsigkeit, dadurch erhöhte Unfallneigung
    • Aggressivität und Destruktivität
    • Überdurchschnittlich lange Reaktionszeiten
    • Unaufmerksamkeit, leichte Ablenkbarkeit bis hin zur Reizüberflutung durch diverse Umgebungsreize (Lichter, Farben, Geräusche, Bewegungen, Menschen usw.)
  • Verhaltensauffälligkeiten
    • Motorische Koordinationsschwierigkeiten durch Entwicklungsverzögerungen der Fein - und Grobmotorik und mangelhafte Auge-Hand-Koordination („Tollpatschigkeit“)
    • Problembewältigungsschwierigkeiten (immer wieder gleiche Herangehensweisen ohne Variablen)
    • Selbststimulierendes, teils selbstverletzendes Verhalten 
    • Ungeduld und Spontaneität einerseits, Entscheidungsschwierigkeiten andererseits
    • Dissoziales und oppositionelles Verhalten
    • Nichterkennen von Konsequenzen
    • Schwierigkeiten, sich in soziale Bezüge angemessen einzugliedern und sich darin wohlzufühlen
    • Ignoranz gegenüber verbalen Anweisungen, unkooperatives und oppositionelles Verhalten bei verbal ausgesprochenen Grenzsetzungen (Nichtakzeptanz von „Nein“)
    • Unempfänglichkeit oder Unverständnis gegenüber nonverbalen Signalen durch Gestik, Mimik und Körpersprache anderer Menschen
    • Sinngemäßes Verständnis von Anweisungen, aber Unvermögen zur angemessenen Ausführung
    • Oft ängstlich-besorgte und chronisch frustrierte Einstellung
    • Niedrige Frustrationstoleranz
    • Schnelle Ermüdbarkeit

 

 

Teuflische Einflüsterungen:

Ich bin FAS, eine unsichtbare Krankheit, die Deinen Körper angreift, wodurch Du viele verschiedene Beschwerden bekommen kannst.

Ich, FAS, klebe für den Rest Deines Lebens an Dir. Ich bin so heimlich – man erkennt mich meistens nicht einmal im Blutbild. Andere um Dich herum können mich nicht sehen oder hören, aber DEIN Körper spürt, dass ich da bin. Ich kann Dich attackieren wo und wann ich will. Ich kann dafür sorgen, dass Du Dich fürchterlich müde fühlst, und ich sorge für heftigen Schmerz, oder, wenn ich dazu Lust habe, dass Dein ganzer Körper weh tut.

Weißt Du noch, dass Du und ich Spaß hatten? Ich nahm Dir Energie weg und gab Dir Erschöpfung dafür. Versuch doch mal, Spaß zu haben!

Ich kann Dir die Nachtruhe rauben, dafür gebe ich Dir Konzentrationsmangel. Ist das nicht lustig?!

Ich kann machen, dass Du schlafen willst und gleichzeitig, dass Du überhaupt nicht schlafen kannst. Ist das nicht ein toller Spaß?!

Ich kann machen, dass Du innerlich zitterst, oder dass es Dir superkalt oder heiß ist, wenn alle anderen um dich herum sich normal fühlen.

Ich kann Dir geschwollene Hände und Füße geben, ein aufgedunsenes Gesicht und Augenlider, ein aufgeschwollenes Ganzes.

Ich kann machen, dass Du Dich sehr ängstlich fühlst, mit Panikanfällen garniert, oder sehr depressiv.

Ich kann auch für andere psychische Probleme sorgen. Kennst Du diese witzigen Stimmungsschwankungen? Das bin ich! Weinen ohne Grund? Wütend sein ohne Grund? Das bin wahrscheinlich auch ich.

Wenn Du Pläne hast, oder Dich auf einen supertollen Tag freust, kann ich Dir das wegnehmen.

Ich habe gehört, dass Du zu einem Arzt gehst, um mich los zu werden. Darüber lache ich bloß! Versuche es nur. Du wirst zu vielen verschiedenen Ärzten gehen müssen, um einen zu finden, der Dir wirklich helfen kann.

Du wirst die falschen Medikamente bekommen, Schmerzmittel, Schlaftabletten, Energiepillen, man wird Dir erzählen, dass Du an einer Angststörung oder an Depressionen leidest, Du bekommst Beruhigungsmittel und Antidepressiva verschriebenen.

Es gibt noch so viele andere Arten, auf die ich machen kann, dass Du Dich krank und elend fühlst, die Liste ist endlos – unter anderem feine Magen/Darmprobleme, Ohrensausen, Probleme mit dem Blutdruck oder dem Blutzucker, Herzrhythmusstörungen, Herzklopfen und Muskelschwäche. Spürst Du so etwas? Das bin wahrscheinlich auch ich.

Kurzatmig? Hallo, HIER bin ich ! Stottern, schleppend reden? Du kannst Dich nicht konzentrieren? Kopfschmerzen, Schmerzen in der Brust? Kommt ALLES durch mich, ich sagte doch, dass die Liste endlos ist...

Du bekommst vielleicht Massage gegen den Schmerz, oder es hilft irgendein Apparat und man sagt, dass Du Dich schonen sollst, oder, im Gegenteil, richtig Sport treiben und dass es dann weg geht.

Du bekommst den Rat, positiv zu denken, es wird in Dich gepiekst und gepult und das ALLERWICHTIGSTE: Du wirst NIE ernst genommen, wenn Du versuchst, der endlosen Prozession Ärzte, genau zu erklären, wie ich Dich zermürbe und wie krank und erschöpft Du Dich wirklich fühlst.

Höchstwahrscheinlich bekommst Du von diesen „verständnisvollen“, aber unverständigen Ärzten eine Überweisung zum Psychiater oder Psychologen.

Deine Familie, Freunde und Kollegen hören Dir alle zu – bis sie es satt haben, sich weiter anzuhören, wie zermürbend ich wirklich sein kann.

Manche von ihnen werden Dinge sagen, wie:“Och, Du hast einfach nur einen schlechten Tag“, oder:“Nun, denk dran, Du kannst nicht mehr dieselben Sachen machen wie noch vor 10 Jahren“. Sie werden Dinge sagen, wie:“Wenn Du einfach aufstehst und anfängst, rausgehst und Dich beschäftigst, wirst Du Dich besser fühlen“.

Sie werden nicht begreifen, dass ich Dir den Treibstoff, die Energie, wegnehme, die Dein Körper und Deine Seele benötigen, damit Du ÜBERHAUPT Dinge tun kannst.

Manche werden hinter Deinem Rücken reden, während Du allmählich Dein Selbstwertgefühl verlierst, weil Du wieder einmal vergeblich versuchst es ihnen verständlich zu machen. Vor allem, wenn Du mitten im Gespräch bist mit einer „normalen“ Person und Du Dich plötzlich nicht mehr erinnern kannst, was Du sagen wolltest.

Sie werden nicht verstehen, dass ICH Deinen Körper vom Scheitel bis zur Sohle beeinflusse.

Ich bin das fiese FAS !